Pure Putzpoesie


Die Frühstücksgäste waren schon gegangen…

…die Aufschnittplatten leer…

…bis auf etwas Grünzeug…

…als die Gastgeberin mich in die Küche führte, um mir eine Flasche zu zeigen, von der sie zu Recht annahm, dass sie mir gefallen würde.
Recherchen bei Google ergaben, dass es dieses wunderbare Putzmittel heute leider nicht mehr gibt, nur eine Filmgesellschaft und Hebammenpraxis firmieren unter diesem Namen, der “zum Mond gehörig” oder “monden” bedeutet, was an ein berühmtes Rilkegedicht erinnert, dessen Worte die Hausfrau damals wahrscheinlich beim Scheuern der Nirostaspüle vor sich hingemurmelt hat:

“Wir fühlten längst schon, wie´s
spiegelnder wird im Dunkeln; wie ein Schein
entsteht, ein weißer Schatten in dem Glanz
der Dunkelheit. Nun aber laß uns ganz
hinübertreten in die Welt hinein
die monden ist.”

                

Wie findest du das?

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